15. Schaban: Welttag der Unterdrückten


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Der 15. Schaban ist der Geburstag von Imam Mahdi (a.) und gilt als Welttag der Unterdrückten. Die tief-religiöse Überzeugung von einem Erlöser, der die Ungerechtigkeit in der Welt beseitigen und der Welt den Frieden bringen wird, zeugt von einem positiven Ausblick auf die Zukunft.

Gleich wie schmerzhaft die Vergangenheit oder die Gegenwart auch sind, die Zukunft bringt das Gute mit sich – so die religiöse Überzeugung. Fehlt die Sehnsucht nach einem Erlöser – der von einer höheren Macht entsandt wird – nistet sich leicht Hoffnungslosigkeit ein. Denn war die Vergangenheit düster und ist die Gegenwart düsterer, muss, so die Schlussfolgerung von Nicht-religiösen, die Zukunft stockduster sein.

Es gibt ein Element, welches religiöse von nicht-religiösen Menschen unterscheidet. Und gleich wie aktiv nicht-religiöse Menschen auch seien, an dem Nichtvorhandenseins dieses Elementes scheitern viele nicht-religiöse Menschen. Meistens verlieren nicht-religiöse Menschen ihre Motivation und entwickeln ein negatives Menschen- und Weltbild. Dieses Element nennt sich: Hoffnung.

Die Hoffnung auf eine bessere Welt jenseits der hiesigen, oder die Hoffnung auf eine Besserung der hiesigen Welt, ist typisch religiös. Denn der Glaube an eine höhere Macht, die die Zügel des Weltgeschehens lenkt, impliziert auch den Glauben an die Fähigkeit der höheren Macht das Weltgeschehen zu ändern und zu verbessern. Auch der Glaube an Menschenn die von dieser höheren Macht entsandt wurden, um den Menschen zu bessern, beinhaltet ein positives Menschenbild, welches davon ausgeht, dass der Mensch verändert und verbessert werden kann.

Für religiöse Menschen ist die Sehnsucht und die Überzeugung vom Vorhandensein eines Erlösers der Ausdruck für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse bereits im Diesseits. So ist diese Überzeugung eine religiös-politische Überzeugung. Denn der Erlöser bringt eine Reformbewegung mit, welches die Weltsituation von Grundauf bessert. Und erleben religiöse Menschen die Reformbewegung des Erlösers nicht zu Lebzeiten, so handeln sie doch so, als würden sie den Weg für den Erlöser mitgestalten und vorbereiten. Und diese Hoffnung wirkt wie eine unzerbrechliche Motivation, die Unabhängig von den Gezeiten der Weltsituation ist.

Denn nur wer auf die Ankunft des Erlösers hofft, hat schon gesiegt und siegt weiter, denn die Hoffnung auf die Ankunft des Erlösers ist der Sieg. Leben ist die Aussicht auf die Zukunft, ohne Aussicht auf die Zukunft ist Leben nicht möglich, Hoffnung gibt dem Leben diese Aussicht und ohne Hoffnung ist kein Leben möglich. Die Tatsache, dass ein Erlöser kommen wird, um die Entrechteten und Unterdrückten zu befreien, zeugt von einer optimistischen Weltanschauung.

Auf das wir am Welttag der Unterdrückten zu denen gehören werden, die vom Erlöser befreit werden und nicht zu denen, vor denen der Erlöser die Menschheit befreit. Wie sagte Imam Ali (a.) so schön: „Ich bin lieber unterdrückt, als das ich unterdrücke.“


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