Immer wieder ist zu hören oder zu lesen, dass Muslime ein Integrationshindernis darstellen. Oder Muslime wollen sich nicht in die Mehrheitsgesellschaft integrieren. Ja, gar können sich Muslime nicht integrieren, selbst wenn sie wollten, da sie Muslime sind. In einigen europäischen Staaten wollen einige Regierungschefs eine weitere Ladung Muslime aus dem Ausland um jeden Preis verhindert.

Den Terrorismus von ISIS und Co. gibt es nur, weil unser Prophet Muhammad (s.) in den sunnitischen Überlieferungswerken als Monster dargestellt wird. In Buchari und Muslim stehen etliche Lügen, die Gewalt und Terror im Namen des Islam rechtfertigen. Auf diesen alten Lügen über unseren Propheten (s.) basiert die kranke Ideologie der Wahhabiten, die junge Menschen zu Terroristen macht. Richtig?

Ist es vorstellbar, dass Muslime, die von sich selbst behaupten, Anhänger der Ahlulbayt (a.) zu sein, Trauerriten ausführen und gleichzeitig den Imam ihrer Zeit (a.) nicht erkennen und ignorieren? Ist es vorstellbar, dass diese Muslime nicht wissen, wer die Bewegung Imam Mahdis (a.) anführt, dass sie im Sinne des Feindes handeln, sich von ihm steuern lassen und dabei gar nicht bemerken, wie sie den wahrhaftigen Islam verlassen?

Der Vortrag von Scheich Hamza Sodagar auf der IT 2016  in Hamburg über die Bedeutung der Briefe Imam Chamene’is für die Muslime im Westen ist ohne Zweifel einer der klarsten und präzisesten Vorträge zum Thema überhaupt gewesen. Ich durfte den Vortrag live erleben und anschließend die Diskussion moderieren: Er hat mich fasziniert und energiegeladen. Ich hatte mir einen besonderen Vortrag erhofft, aber dieser Vortrag übertraf sogar meine hohen Erwartungen.

Alles Göttliche wird in unserer Hemisphäre verteufelt, mit Verweis auf die Rolle der Religion in der Vergangenheit, alles, was nur dem Anschein nach religiös ist, abgelehnt. Meistens geht es um die Rolle der Kirche in der Vergangenheit als Machtzentrum, später als Machterhaltungszentrum. Doch kann man es sich so leicht machen und Religionskritik als Lösung aller Probleme betrachten?

Imam Chamene’i sagte anlässlich des Geburtstags der heiligsten aller Frauen folgendes:

„Die Lobredner rezitieren Gedichte in Gedenken an die Verteidiger der heiligen Schreine, was sehr wertvoll ist, daran herrscht kein Zweifel. Noch wichtiger aber ist es, den Glauben unter den Jugendlichen zu stärken. Der Feind arbeitet gegen den Glauben an den Islam, gegen den Glauben an die Wirksamkeit des islamischen Systems und den Glauben an die Möglichkeiten und die Dauerhaftigkeit des islamischen Systems.“