Das Versagen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen


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Der UN Sicherheitsrat weigert sich erneut seiner Pflicht nachzukommen und Israel zu verurteilen.

Beim Artilleriebeschuss durch Israel am Mittwoch, den 28.01.2015, ist ein Blauhelmsoldat getötet worden. Der 36-jährige Spanier war im Rahmen der UNIFIL-Mission im Grenzgebiet zu Palästina stationiert und ist dort von Anti-Personen-Munition getroffen worden. Warum das Besatzerregime den Standort beschoss, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Die Koordinaten der UNO-Anlagen sind dem Militär bekannt. Es ist zu vermuten, dass die zionistischen Truppen willkürlich in den südlichen Teil des Libanon geschossen haben und damit zivile Opfer in Kauf genommen oder sogar provoziert haben. Libanesischen Angaben zufolge sind 50 Artilleriegranaten, Nahe den Dörfern in den Sheeba-Farmen, eingeschlagen.

Spaniens UN-Botschafter Roman Oyarzun Marchesi kritisierte die Regierung in Jerusalem scharf und sagte vor Journalisten das Israel die Schuld am Tod des Soldaten trägt. Die „Aggressionen“ seien von Israel ausgegangen und der Beschuss erfolgte „von der Seite Israels“. Er verlange von den Vereinten Nationen eine „sofortige, sorgfältige und umfassende Untersuchung“. Ein Sprecher des zionistischen Militärs sagte zu dem Vorfall: „Wir bedauern den Vorfall und werden das untersuchen.“ Bedauerlicherweise hat der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon es erneut versäumt, Israel und seine Aggressionen zu verurteilen. Ban Ki Moon und der UN-Botschafter Chiles, Christian Barros Melet, verurteilten den Tod des Spaniers. Sie nannten jedoch keinen Schuldigen, obwohl dieser offensichtlich ist. Wieder einmal. Ban Ki Moon bleibt der Linie der Vereinten Nationen damit treu und stellt sich schützend hinter die Verbrechen der Zionisten. An dieser Stelle lassen sich zahlreiche Beispiele aufzählen, an denen die Nutzlosigkeit der UN deutlich wird. Alleine die Verbrechen der Besatzer in Gaza, die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen weder verurteilt noch untersucht wurden, könnten viele Zeilen füllen.

Man denke an die Bombardierung Gazas im letzten Krieg, als Israel 2200 Menschen getötet hat, UNO Angaben zufolge waren 70% der Opfer Zivilisten, das Beschießen von Schulen und Moscheen, der Einsatz von Phosphor- und Thermitgranaten. Die Liste der begangenen Verbrechen ist genauso lang, wie die Versäumnisse der UN diese zu verurteilen und Israel als das anzuprangern, was es ist: ein unterdrückerisches Regime.

Es scheint, dass der UN Sicherheitsrat ein weiteres Werkzeug der Zionisten ist. Wie sonst lassen sich die eklatanten Verfehlungen in Bezug auf israelische Völkerrechtsverbrechen und die ständigen Doppelstandards erklären. Am 18. Januar haben israelische Kampfhubschrauber einen Konvoi der libanesischen Hizbullah in Syrien beschossen. Dabei sind sieben Menschen getötet worden. Unter den Opfern war ein iranischer General. Mitglieder der Hizbullah sind seit zwei Jahren an den Grenzen zum Nachbarland Syrien im Einsatz, um gegen die Terroristen der IS zu kämpfen. Der terroristische Akt Israels, welches in der Vergangenheit mehrfach völkerrechtswidrig in den libanesischen und syrischen Luftraum eingedrungen ist, wurde stillschweigend hingenommen. Eine Erwähnung in den Systemmedien fand nicht statt. Von einer Verurteilung der UN ganz zu schweigen. Erst als der Vergeltungsschlag durch die Hizbullah am Mittwoch erfolgt ist, wurde eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates einberufen. Sind israelische Belange wichtiger als die anderer Nationen? Wieso wurde nicht schon am 18. Januar eine Dringlichkeitssitzung einberufen?

Es ist nicht so, dass die Vereinten Nationen benötigt werden, um zu erfahren, wer die Guten und wer die Bösen sind. Wer sich auf die Suche nach dem Recht macht, wird schnell diejenigen erkennen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen. Aber sollte sich eine Vereinigung, die sich die Menschenrechte auf die Fahne geschrieben hat, nicht für alle Menschen gleichermaßen engagieren?

Es bleibt zu hoffen, dass Spaniens Regierung Maßnahmen gegenüber Israel ergreifen wird. Sanktionen wären hier ein erster Schritt. Eine Reaktion durch die Vereinten Nationen ist nicht zu erwarten. Jeder Antrag wird durch ein Veto der USA gestoppt werden.


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