Der Quds-Tag spiegelt meinen Standpunkt wider


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Wer heute denkt, dass die Schirazis unpolitisch seien, befindet sich auf dem Holzweg. Sie sind politischer als manche Politiker. Sie müssen politisch sein, denn ihr Oberhaupt Großbritannien ist politisch. Ihre Politik, welche zur Trennung und Fesselung der Muslime gedacht ist, ist eine Politik, die keinem einzigen Muslim je dienlich war oder je dienlich sein wird.

Es wundert nicht, dass die Ideologie der Schirazis, die Islamische Republik und die Widerstandsbewegungen keines Landes gutheißt. Denn diese Widerstandsbewegungen, die sich gegen die imperialistische USA und gegen den Zionismus richten, brauchen, wie jeder Widerstand dieser Art, einen Mutigen und Wahrhaftigen, einen Erkennenden und Weitsichtigen, einen, der die Sorgen der Muslime kennt und denen er dienlich ist.

So ein jemand spricht aus, wovor viele sich fürchten, und eben so ein jemand spricht heute zu den Muslimen. Er nimmt den Unterdrückern und Machtgierigen die Hoffnung. Dieser jemand wurde von den Imperialisten wegen seines Widerstands festgenommen und gefoltert. Als er entlassen wurde, führte er seinen Widerstand fort, sodass er wieder festgenommen und gefoltert wurde. Und als er abermals frei gelassen wurde, führte er abermals seinen Widerstand fort.

Zurück zu den Schirazis. Angenommen, sie stecken nicht unter einem Hut mit den imperialistischen Machthabern. Wenn man sie fragt, verleugnen sie es ja. Warum erheben sie ihre Stimme dann aber nicht gegen den wahren Feind, gegen die wirklich existierende Unterdrückung, gegen jene, die am Ende weder einen Schirazi noch irgendwen in Ruhe lassen, bis man sich ihrem Willen beugt? Ob geplant oder nicht, ob bewusst oder unbewusst – man muss darauf achten, wem man mit seinem Denken dient. Der Machtgierige versklavt jeden – auch seine „Freunde“.

Oder warum kommen Schirazis nicht zum Quds-Tag? Dieser Tag soll alle wahrheitsliebenden und nach Gerechtigkeit rufenden Menschen vereinen. Der Quds-Tag befähigt uns, uns von der Quelle der Unterdrückung loszusagen. Wir beteiligen uns nicht am Quds-Tag, um nur laut zu schreien, vielmehr ist der Quds-Tag uns dienlich. Diese jährliche Demonstration weckt uns auf, bewegt uns zu Erkenntnis, lässt unser Herz menschlicher werden und erlaubt uns auf die Karawane der Gerechtigkeit zu steigen.

Aber stattdessen greifen sie die Islamische Republik Iran an, machen sich über Sayyid Hassan Nasrullah lustig, der heute in Syrien, statt zu fliehen, Opfer bringt, um Muslime und Nichtmuslime vor der Unterdrückung zu bewahren. Sie haben für keinen einzigen Mardscha Respekt, außer für jene, die mit ihnen arbeiten.

Ist es nicht faszinierend zu sehen, wie die Worte Imam Chomeinis (q.) in Deutschland, sowie auf der ganzen Welt, lebendig werden? Dieser Tag ist ein Dorn im Auge des Zionismus und das soll so bleiben. Und ich kleiner Diener, der in Deutschland lebt und Imam Chomeini (q.) nie sehen durfte, ich darf an diesem Tag dabei sein, unter der Führung Imam Chamene’is (h.), dessen Geist mit uns ist und dessen Anwesenheit wir inschallah erneut spüren dürfen.

Ist es nicht Grund genug, an dieser Demonstration teilzunehmen, wenn wir wissen, dass die Zionisten sich am Boden wälzen, wegen dieses Quds-Tags? Dieselben Zionisten, die Freund mit ISIS sind und allen Unterdrückermächten, die Zionisten, die kein Erbarmen kennen und nie kennen werden, die Kinder, Frauen und Männer ermordet und gefoltert haben, die Zionisten, die Organhandel betreiben, wofür viele Kinder ihr Leben lassen mussten und müssen, die Zionisten, die seit bald 70 Jahren morden und die Quelle allen Übels darstellen?

Also warum wird von Seiten der Schirazis oder ihren Köpfen keine Teilnahme erkannt? Kommen Sie nicht zum Quds-Tag, weil ihn ein Imam Chomeini (q.) ausgerufen hat, kommen sie nicht, weil es um Palästina geht und dort überwiegend Sunniten leben, oder was ist der Grund, warum sie nicht kommen? Kommen sie nicht, weil ihr Oberhaupt das nicht möchte, er die Sache nicht unterstützt oder weil er den wahren Feind nicht als Feind betrachtet oder nicht als den Feind erkannt hat? Kommen sie nicht, weil sie gerne die Sunniten verfluchen, oder andersherum die „Sunniten“ sie? Ist das überhaupt sunnitisch, ist das schiitisch, ist das islamisch, seinen sunnitischen oder schiitischen Bruder zu verfluchen, oder wäre es islamischer, mit ihm auf Basis der Liebe zu diskutieren? Wenn sie so weiter machen, wird es keine Zungen mehr zum Diskutieren geben. Sie tragen dazu bei, dass die Muslime in die Falle der Spaltung tappen, während sich der Imperialist ins Fäustchen lacht.

Wer heute noch argumentiert, dass das Verfluchen und die Ablehnung der Feinde zur Religion gehören, der beginne zuerst den abzulehnen, der heute wahrlich abgelehnt werden muss, und der verfluche endlich den, dem es gebührt verflucht zu werden. Die Feinde der Menschlichkeit sind offenkundig, also wo bleibt euer Einsatz?

Bei den Attributen, die sowohl die Salafisten als auch die Schirazis aufweisen, böte sich eine gemeinsame Demonstration der beiden an, denn sie ähneln sich sehr und ergänzen sich. Sie bilden ein Gleichgewicht des Hasses.

Zu den Anhängern und liebenden Imam Chamene’is (h.): Leider muss man hinzufügen, dass viele „Anhänger“ oder „Liebende“ Imam Chamene’is (h.) nicht zum Quds-Tag kommen. Das ist traurig, aber die Realität. Sie sollen wissen, dass ihr Erscheinen zum Quds-Tag eine Antwort auf Imam Chomeini (q.) ist, und dass ihr Erscheinen mit Verantwortung verbunden ist.

Welche Stellung habe ich heute und welche Entscheidung treffe ich? Mit wem stehe ich, in welche Richtung gehe ich und welcher Karawane schließe ich mich an? Sorgt dafür, dass wenn der Moses unserer Zeit (a.) zurückkehrt, er nicht Harun (h.) die Frage stellen muss: „Was ist geschehen?“,  und Harun (h.) antworten muss: „Ich habe versucht mein Bestes zu geben, aber sie lehnten ab.“ Wir werden den Harun unserer Zeit (h.), so Gott will, nicht in diese Lage bringen!


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