Fürchtet euch nicht


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Angst ist ein Ur-Gefühl, welches in besorgniserregenden Situationen auftritt. Dabei gibt es ein ganzes Spektrum von Angstgefühlen: Es kann eine einfache Unsicherheit sein oder eine Panikattacke nach einem Unfall.

Jeder kennt dieses beklemmende Gefühl der Angst. Ein Gefühl, das im Körper so tief sitzt, dass es aussichtslos scheint es zu beherrschen oder gar zu verbannen. Die Angst vor bestimmten Menschen quält uns dann besonders, wenn wir dieser Person gegenüberstehen müssen. Sie hindert uns klar zu denken, klar Stellung zu beziehen. Dabei muss dieser Mensch keine direkte Gefahr für uns darstellen. Vielleicht ängstigen wir uns davor, das Falsche zu sagen, nicht gut genug zu sein, zu versagen oder am schlimmsten: nicht geliebt zu werden. Weiterhin die Angst vor den eigenen Fähigkeiten: „Ich schaff das nicht“, „Was soll ich nur tun?“, „Ich bin nicht so gut, ich lass es lieber“.

Diese sind offensichtlich mit Selbstzweifel verbunden. Aber warum zweifelt der Mensch so sehr an sich selbst? Sehen wir nicht die Kleinkinder, wie sie voller Tatendrang und wissbegierig jeden einzelnen Tag, immer wieder aufs Neue, das Leben erkunden? Sie weinen der Vergangenheit nicht nach und sehen nicht sorgenvoll in die Zukunft. Sie leben einfach.

Der Mensch sammelt im Laufe seines Lebens positive wie negative Erfahrungen. Besonders die Zeit nach der Pubertät ist sehr prägend für ihn, denn sie demonstriert auf harte Weise, dass das Leben nicht einfach und unkompliziert ist, wie er es doch aus der Kindheit kannte.

Wir machen also diese negativen Erfahrungen und lernen daraus. Nur wie lernen wir daraus? Bilden wir ein stärkeres Bewusstsein oder bilden wir eine Angst in uns, die uns Sorge und Zweifel auf das Kommende bereitet? Woher kommt diese Neigung, all dem Vergangenen nachzutrauern? Warum zweifeln wir so sehr an unserem Leben?

Diese Gedanken: Hätte ich bloß die Schule gewechselt. Wäre ich doch mit meinem Freund mit verreist. Hätte ich doch nicht auf die anderen gehört und eine Ausbildung begonnen, statt mich in der Uni zu quälen. Was ist, wenn ich keine Arbeit finde. Was ist, wenn wir keine Kinder bekommen können. Was mache ich, wenn ich nicht heiraten kann.

Wo bleibt die Gegenwart? Wo ist das Hier und Jetzt? Was ist mit dem heutigen Tag? Wie können wir aus dem Vollen schöpfen, wenn wir nicht jeden Moment bewusst leben?

Setzen wir keine Hoffnung in Allah (swt.)? Im heiligen Qur’an heißt es:

Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die Säbier, all die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein. (2:62)

Spricht Allah nicht mit klaren Worten zu uns? Fürchtet euch nicht und seid nicht traurig, wenn ihr an die Wahrheit glaubt. Wir Muslime müssen lernen zu vertrauen. Vertrauen wir auf Allah. Er ist der beste Planer und hält für jeden von uns nur das Beste bereit, inschallah.


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