Islamisierung Deutschlands?


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Die Warnungen vor der angeblichen Islamisierung Deutschlands und den Werteverfall Deutschlands häufen sich, doch wer es genauer analysiert, stellt fest, dass an dem Werteverfall Deutschlands nicht der Islam die Schuld trägt, sondern Deutschlands Umgang mit dem Islam und den Muslimen. 

Um vor den wahren Verursachern der sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Missstände abzulenken, wird das Feindbild „Islam/Muslim“ aufgebaut. Der Muslim will angeblich, laut der Logik dieses Feindbildes, Deutschland einnehmen und „islamisieren“. Die Mobilisierung gegen die Minderheit im eigenen Land wird losgetreten. Als wäre der Muslim ein Fremdkörper, ein Krebs, der schnellstmöglich entfernt werden muss.

„Der Muslim“, so wird suggeriert, „ist schuld an unserer hohen Arbeitslosenzahl“. Oder „früher war alles besser, bis der Muslim uns unterwanderte“. Dabei ist die Geschichte des Islams in Deutschland mindestens genauso altbekannt wie die Geschichte der christlichen und jüdischen. Die Geschichte des Kapitalismus allerdings ist neu und der Kapitalismus hat Deutschland „kapitalisiert“.

Fakt ist: Nicht Deutschland wird islamisiert, vielmehr werden die sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen, politischen, ökologischen und ökonomischen Missstände islamisiert, um von ihren wahren Verursachern abzulenken.


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