Kurzes Statement zum Tod des saudischen Königs Abdullah bin Abdul Aziz


Sie befinden sich im Archiv, Kommentierungen sind hier nicht möglich. Zum Live-Blog von Offenkundiges geht es hier: https://offenkundiges.de

Die Hölle hat heute Nacht neues Brennholz bester Qualität und Güte geliefert bekommen – der Tyrann von Saudi-Arabien ist offiziell verstorben. Man sollte sich nicht über den Tod eines Menschen freuen, aber es gibt bestimmte Todesfälle, bei denen es einem schwerfällt zu sagen, dass man sich nicht freut, dass z.B. der oberste Kopf eines der tyrannischsten Regime unserer Zeit, das u.a. überall in der Welt mit unfassbar viel Geld wahabitische und salafistische Einrichtungen und Personen und somit den weltweiten Terror im Namen des US-Islams, unterstützt, verstorben ist.

Heute ist die Welt um einen Tyrannen erleichtert worden, Gott sei Dank.

Endet damit aber die Tyrannei? Wohl nicht, denn das System der Tyrannei ist immer noch am Leben, sowohl in Saudi-Arabien als auch in den USA, in Großbritannien und in “Israel”. Die Unterdrückung ist noch längst nicht beendet, im Gegenteil, man könnte sogar meinen, dass die Tyrannei von Tag zu Tag schlimmer wird. Die Tyrannei endet nicht mit dem Tod von Menschen, sondern mit dem Zusammenbruch bzw. Untergang des tyrannischen Systems. Dies liegt in unseren Händen.

Die Folgen dieser Todesmeldung für die Region und für die Welt sind heute wohl kaum mit Sicherheit absehbar. Es gibt viele Muslime, die verbinden mit dem Tod eines Königs Abdullah die Beschleunigung des Erscheinens von Imam Mahdi. Aus meiner Sicht gibt es diesbezüglich, auch aufgrund der vorhandenen Überlieferung(en) mehr wilde Spekulationen als handfeste Fakten. Hiermit sollte man sich von daher nicht zu sehr aufhalten. Es geschieht viel zu viel in viel zu schneller Zeit in der heutigen Welt, als dass man die Rückkehr von Imam Mahdi mit einem solch einzelnen Ereignis verbinden könnte. Allein in der vergangenen Woche gab es eine Flut an wichtigen Meldungen – u. a. die gezielte Tötung von Hizbullah-Kämpfern und eines iranischen Generals durch zionistische Kampfhubschrauber auf syrischem Boden, die Stürmung des Präsidentenpalastes im Jemen durch die schiitische Ansar Allah Bewegung, die Versendung einer Botschaft von Imam Chamene’i an die Jugend von Nordamerika und Europa. All diese Entwicklungen sind wichtig, und vor allem sind es wichtige Zeichen für uns.

Eine Sache fällt aber auf bei der Todesmeldung – die bereits feststehende Nachfolge. Der Halbbruder des Verstorbenen, Salman, soll jetzt der neue König sein. Dass dies so schnell feststeht, und die deutschsprachigen Mainstreammedien so sehr (bereits in den Titeln der Todesmeldungen) betonen und dieses Spiel mitspielen, legt die Vermutung nahe, dass er bereits seit längerer Zeit tot ist, und die Meldung erst offiziell verbreitet wurde, als die Herrscherfamilie Saud sich auf die Nachfolge „geeinigt“ hat. Es gibt bereits seit Jahren Meldungen über einen inneren Machtkampf um die Nachfolge – und jetzt soll plötzlich alles so einfach geregelt worden sein? Ich habe da so meine Zweifel.

Unerträglich finde ich bereits jetzt die Nachrufe deutscher Mainstream-Medien auf diesen Tyrannen, die ihn schon fast loben, als beliebten Herrscher bei „seinem Volk“ darstellen, und ihn als „Stabilitätsfaktor“ im Nahen Osten beschreiben. Aber was will man denn auch anderes von diesen Leuten erwarten, die bereit sind jede Art von Unrecht und Tyrannei zu verteidigen, solange es den Interessen der USA und „Israel“ dient?


Sie befinden sich im Archiv, Kommentierungen sind hier nicht möglich. Zum Live-Blog von Offenkundiges geht es hier: https://offenkundiges.de

Trage deine E-Mail-Adresse ein, um regelmäßig über neue Artikel benachrichtigt zu werden.