Sayyid Nasrullah zum neunten Jahrestag des Gottbegnadeten Siegs


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Sayyid Hassan Nasrullah, Generalsekretär der Hisbollah, bekräftigte am Freitag, dass jeder Flecken Erde auf libanesischem Territorium –  mit Hilfe seiner Wehrhaftigkeit – israelische Panzer zerstören, israelische Soldaten töten und die israelische Armee besiegen wird.

Während einer anlässlich des neunten Jahrestags des Gottbegnadeten Siegs vom Juli 2006 gehaltenen Rede sagte Sayyid Nasrullah, dass es in Zukunft keine erfolgreiche israelische Strategie für Libanon mehr geben werde. „Darin liegt unsere Verpflichtung, unsere Bereitschaft und unsere aktuelle tägliche Arbeit, unabhängig von den Entwicklungen in der Region“.

Seine Eminenz sagte, dass der zionistische Feind an Land, im Wasser und in der Luft während des Juli-Kriegs (2006) gescheitert ist, da „es keinen Weg für Euch (die Zionisten) gab an dieses Land heranzukommen oder darin zu bleiben. Was im Juli-Krieg geschehen ist, wird heute als neues militärisches Konzept gelehrt.“

Er betonte, dass die Hisbollah der israelischen Strategie des Überfalls, ihre eigene Strategie des al-Hujeir-Tals[1] gegenüberstellte. Der Hisbollahs Willen und Entschlossenheit seien heute ausgeprägter, als 2006. Sayyid Nasrullah wies darauf hin, dass die Hisbollah den 14. August jedes Jahr feiern, um Lehren aus den Ereignis, das es darstellt zu ziehen. Sie ermutigen das libanesische Volk dem Projekt des Feinds zu widerstehen, seine Pläne zu vereiteln und den Sieg gegen die Terroristen und die stärkste Armee der Region zu erringen.

Regionales

Der Generalsekretär der Hisbollah sprach die regionalen Entwicklungen an und mahnte die arabischen und islamischen Völker an sich den Projekten zur Zerstückelung ihrer Länder zu Widersetzen. Er rief dabei die Geistlichen und die Imame der islamischen Gemeinschaft auf, die Verantwortung zu übernehmen, die Öffentlichkeit über die Gefahren dieser Machenschaften zu unterrichten.

„Wir weisen heute die laufende Zerstückelung der Region zurück, das ist es doch, worauf die USA, Israel und einige regionale Mächte hinarbeiten, sei es mutwillig oder unwissend, Saudi Arabien eingeschlossen“, so der Sayyid. „Die USA nutzen die ISIS heute, um die Region zu zerstückeln, unabhängig davon, ob die ISIS das weiß oder nicht“ fügte er hinzu und unterstrich dabei, dass die USA die Takfiri-Gruppe des so genannten Islamischen Staats ausnutze, um die Region neu zusammenzuwürfeln und eine neue Landkarte zu zeichnen. Sie seien nicht bereit die ISIS effektiv in Syrien anzugreifen, da sie die Gruppe zum Zerstückeln des Landes benutzen möchten.

„Die USA und ihre Verbündeten setzen ISIS ein, um das syrische Regime zu stürzen, aber können denn jene, die nicht ISIS sind, aber auch gegen die syrische Regierung, auch die ISIS bekämpfen? Das ist eine Täuschung, die in mehr als einem Land der Region versucht wird“, legte der Sayyid offen.

Hinsichtlich Irak sprach Sayyid Nasrullah dem irakischen Volk sein Beileid hinsichtlich des Massakers aus, das die ISIS im Bagdader Stadtteil angerichtet haben. Sie töteten dabei über 70 Menschen und ließen mehrere hundert Verletzte zurück. Er fügte hinzu, dass vom irakische­n Volk (zu Zeiten der Maliki-Regierung) verlangt wurde, ihre Regierung auszutauschen, damit sie Unterstützung im Anti-Terrorkampf erhalten, jedoch wurde dieses Versprechen (nach dem Austausch der Regierung) nicht eingehalten. Er fügte hinzu, dass die USA mit dem ISIS-Ableger im Jemen (ISIJ) kooperiere, um die dortigen nationalen Kräfte zu bekämpfen.

„So ist es, die USA nutzen den Terrorismus, um ihr Projekt durchzusetzen, nämlich die Zerstückelung“, so der Sayyid.

Hinsichtlich Syrien unterstrich der Generalsekretär, dass das syrische Volk und die Armee in den Provinzen Hassakah, Aleppo, Idlib, Deir Ezzor und Homs kämpft, um die Einheit des Landes zu wahren und sich der Zerstückelung zu widersetzen.

Zum Jemen erneuerte seine Eminenz die Verurteilung der Saudi-US Aggressionen seitens der Hisbollah. Diese schaffen die Grundlage für weitere ernsthafte Aggressionen durch das zionistische Regime und die Vereinigten Staaten. Dabei betonte er, dass wo immer Glaube, Langmut und Würde herrsche, diese Aggressionen ihre Ziele nicht erreichen werden.

Anlässlich des Jahrestags des Gottbegnadeten Siegs des vom zionistischen Feind 2006 begonnenen Juli-Kriegs pries der Führer des libanesisch-islamischen Widerstands die Opfer, die die Hisbollah-Kämpfer gebracht haben, die den Feind bis zum letzten Tropfen ihres Bluts bekämpft haben und lobte dabei auch die libanesische Armee und das libanesische Volk.

„Angesichts der Opfer und den Kolonnen von Märtyrern, kann ich sagen, dass Worte nicht gebührend genug für sie sind. Und so möchte ich die Worte durch das Küssen der Hände der Familien ersetzen und all derer, die Opfer gebracht haben“, sagte er und fügte hinzu, dass „durch den Segen ihrer Opfer, die Siege errungen werden konnten und der Sieg beständig ist.“

Sayyid Nasrullah rief dazu auf, den 14. August jeden Jahres zum Tag des Gottbegnadeten Siegs im Juli-Krieg auszurufen, weil es dieser Tag war, an dem den zionistischen Aggressionen ein Ende gemacht wurde und der Feind im Erreichen seiner Ziele scheiterte. Der Tag kennzeichnet auch die Rückkehr des Volks zu ihrem Land, aus dem sie vertrieben wurden – ein mächtiges Zeichen das die Reaktion der Bevölkerung gegen die Aggression setzte.

„Wir wollen mit diesem politischen und medialen Titel zum Ausdruck bringen, dass sie am 14. August wirklich einem gottbegnadetem Sieg gegenüberstanden, den Gott uns allen gewährt hat. Das ist das, woran wir glauben.“

„Die mystische Standhaftigkeit unserer Armee, unseres Volks und unseres Widerstand spiegelt den Gipfel dieser Verpflichtung wider. Die militärische Standhaftigkeit wurde im Angesicht verdächtiger Projekte, aufgezwungener Rahmenbedingungen und geäußerter Drohungen trotz politischer Differenzen, mit der Standhaftigkeit des Volkes und der Politik zusammengebracht,“ erinnerte der Sayyid.

Er erwähnte in diesem Zusammenhang, dass die Schlacht im al-Hujeir-Tal 2006 (vgl. oben) sehr entscheidend und zentral zur Beendigung des Kriegs und der Demütigung des Feindes war. „Sie zerschlug die militärischen Pläne des Feindes und ließ ihm keine andere Wahl, als sich schleunigst an die Grenzen zurückzuziehen“, so seine Eminenz. Er unterstrich dabei, dass der Feind den Fortschritt im Landgewinn gebraucht hatte, so dass er den Krieg nicht als totaler Verlierer dasteht, jedoch zerstörten die heldenhaften Kämpfer eine große Anzahl seiner Panzer und dutzende seiner Soldaten. „Da­ wurde der Mythos der Merkava Panzer und ihrer unbesiegbaren Armee gebrochen. Im al-Hujeir Tal ist das Projekt das Land südlich des Litani-Flusses zu besetzen, gescheitert“, so Sayyid Nasrullah.

Zur politischen Krise in Libanon erneuerte der Hisollah-Generalsekretär den Standpunkt der Partei hinsichtlich der Herausforderung der Präsidentenbesetzung und bekräftigte dabei die volle Unterstützung für General Michel Aoun. Er rief alle politischen Strömungen im Land auf sich zu vereinen und einen starken Staat aufzubauen, der ohne Diskriminierung dem Volke dient. Dabei widersprach den Vorwürfen einer iranischen Einmischung hinsichtlich dieses Standpunkts der Hisbollah.

[1] Während der Schlacht im al-Hujeir Tal in Südlibanon bescherte die Hisbollah im Juli-Krieg 2006 der zionistischen Armee in einem groß angelegten Hinterhalt ihr Waterloo, vgl. auch hier


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