Warnung vor Schein-Schiiten: Plattform „Offenkundiges“ wurde entlarvt


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Achtung! Auf der Blogger-Plattform „Offenkundiges“ publizieren Schein-Schiiten, die euch in die Irre führen wollen. Ich selbst bin auch ein Opfer ihrer Täuschung geworden. Bis heute hatte ich keine Ahnung, welche Ziele die Betreiber verfolgen. Mir liegen inzwischen unwiderlegbare Beweise vor, dass diesen Leuten nicht zu trauen ist: Chat-Screenshots und Telefonmitschnitte beweisen, dass eine gewaltige antischiitische Verschwörung abläuft. Ich werde euch alle Beweise präsentieren: Beginnen wir mit den Verschwörern „Sadik“ und „Hassan“, natürlich Pseudonyme. Ich kann beweisen, dass diese Leute …

Entlarvende Bilder, Beweise von Fehltritten, V-Mann-Vorwürfe, moralische Abgründe – das wäre richtig spannend, oder? Endlich mal wieder Streit. Und jetzt die Enttäuschung: Ich habe nichts in der Hand, keine Beweise, keine begründeten Vermutungen, nicht mal einen unbedachten Facebook-Beitrag der Betreiber. Viele Schiiten, Einzelpersonen und Gruppen, hetzen aber auch ganz ohne Indizien regelmäßig gegen andere Schiiten, traditionell mit der Ankündigung unwiderlegbarer Beweise. Warum ist das so?

Seit einigen Jahren müssen wir feststellen, dass diese Theaterstücke immer absurdere Ausmaße annehmen: Man schleudert mit erfundenen abwertenden Bezeichnungen umher. Man veröffentlicht Trailer seiner Videos, welche einen besonders skandalösen Inhalt ankündigen, um viele Schaulustige anzulocken. Man schreibt Schmähschriften über Einzelne, deren Namen man nicht nennt, aber die man als „einflussreich“ und „sehr bekannt“ beschreibt, um die Mutmaßungen anzuheizen, wer denn gemeint sei. Diese „Schriften“ entlarven regelmäßig nur eines: Dass der Autor des geschriebenen Wortes nicht mächtig ist – abgesehen vom Inhalt. Man bezeichnet sich selbst als „Lehrer“, „Meister“, von allen Schiiten verraten und unterdrückt, würdigt andere herab und ergötzt sich an Selbstlobhudelei. Was ist los mit uns?

Wir sind von der Krankheit des Egos befallen, ganz besonders die Jugendlichen. Jede kleine Aktion, die wir eigentlich für den Islam geplant hatten, stilisieren wir zum größten Sieg der Muslime seit der Schlacht von Badr. Jede unserer Aktivitäten ist wertvoller als dutzende Arbeiten anderer. Was andere Jugendgruppen veranstalten, können wir müde belächeln, denn unsere eigenen Veranstaltungen sind die besten.

Dieses Ur-Virus des „ich bin besser“ wird zurecht oft thematisiert, aber im Zeitalter des Internets und der zur Schau gestellten islamischen Unternehmungen erreicht es groteske Züge. Nicht allein unsere eigenen Seelen schneiden wir von der Nähe Allahs ab, sondern auch geben wir die Aktivitäten, die gesamte Jugendgruppe der Lächerlichkeit preis und bemerken es nicht einmal. Gut gemeinte Ratschläge unserer Geschwister tun wir als „Neid“ ab, verständige Hinweise als „Sturheit“.

Dieses teuflische Überlegenheitsgefühl, welches sogar einen Blog-Autor leicht befallen kann, versteckt sich hinter Vorwänden wie „Aufmerksamkeit für den Islam erreichen“ (eigentlich: Aufmerksamkeit für mich selbst), „vor Heuchlern warnen“, (eigentlich: vor Muslimen, die mich kritisiert haben), „Ungerechtigkeit anprangern“, (eigentlich: vermeintliche Ungerechtigkeit, die mir widerfahren ist) und vielen weiteren Vorwänden, die wir nicht als solche erkennen. Wir überschätzen unsere Arbeiten maßlos, obwohl wir doch wissen: Allah braucht nichts und niemanden, um Menschen rechtzuleiten. Solange wir dies nicht begreifen, sondern nur mit verlogener Bescheidenheit darüber sprechen und schreiben, werden unsere Seelen nicht aufblühen, weder die persönlichen, noch die gemeinschaftlichen.

Und was jeder Einzelne auch begreifen muss: Wenn eine Schule in Verruf gerät, weil in jeder Unterrichtspause unkontrollierte Jungs sich prügeln, dann liegt die Schuld nicht allein bei diesen Jungs, sondern nicht minder bei der jubelnden und anfeuernden Meute, die sich um sie schart, kommentiert und „Likes“ vergibt.

„Muhammad ist der Gesandte Gottes. Und diejenigen, die mit ihm sind, sind den Kuffar gegenüber heftig, gnädig zueinander.“
(Heiliger Qur’an 48:29)

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